Matthäus 28:1-15; Markus 16:1-8; Lukas 24:1-49; Johannes 20:1-25
-----Erscheint den Jüngern
Maria Magdalene, die am Grab geblieben ist, wird von Trauer überwältigt. Wo mag Jesus wohl sein? Als sie sich nach vorn bückt, um in die Gruft hineinzublicken, sieht sie die beiden weißgekleideten Engel dasitzen, die zurückgekehrt sind. Der eine sitzt beim Kopf und der andere bei den Füßen der Stelle, wo der Leib Jesu gelegen hat.
"Frau, warum weinst du?" fragen sie.
"Sie haben meinen Herrn weggenommen", antwortet Maria, "und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben."
Dann dreht sie sich um, und vor ihr steht jemand, der ihr ebenfalls die Frage stellt:
"Frau, warum weinst du?" Und der Betreffende fragt weiter: "Wen suchst du?"
Da sie den Mann für den Gärtner hält, der für den Garten und das Grab darin zuständig ist, sagt sie zu ihm:
"Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wohin du ihn gelegt hast, und ich will ihn wegnehmen."
"Maria!" sagt der Mann daraufhin.
Aufgrund der vertrauten Art, mit der er zu ihr spricht, wird ihr sofort bewusst, daß es Jesus ist.
"Rabbuni!" (was "Lehrer" bedeutet) ruft sie aus. Und in grenzenloser Freude hält sie ihn fest. Doch Jesus fordert sie auf:
"Hör auf, dich an mich zu klammern. Denn ich bin noch nicht zum Vater aufgefahren. Geh jedoch zu meinen Brüdern hin, und sag ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott."
Maria läuft nun dorthin, wo sich die Apostel und andere Jünger versammelt haben. Sie fügt ihren Bericht dem der anderen Frauen hinzu, die den auferstandenen Jesus ebenfalls gesehen haben. Die Männer, die schon den ersten Frauen nicht glaubten, wollen aber offensichtlich auch Maria nicht glauben.
Die Jünger sind immer noch mutlos. Weder verstehen sie, was das leere Grab zu bedeuten hat, noch glauben sie den Berichten der Frauen. So machen sich im weiteren Verlauf des Sonntags Kleopas und ein anderer Jünger auf den etwa 11 Kilometer langen Weg von Jerusalem nach Emmaus.
Während sie sich unterwegs über die Ereignisse des Tages unterhalten, schließt sich ihnen ein Fremder an.
"Was sind das für Reden, die ihr auf der Wanderung miteinander wechselt?"
Die Jünger bleiben traurigen Angesichts stehen, und Kleopas antwortet:
"Wohnst du als Fremdling für dich allein in Jerusalem und weißt deshalb nicht, welche Dinge in diesen Tagen dort geschehen sind?"
"Was für Dinge?" fragt der Mann.
"Die Dinge in Bezug auf Jesus, den Nazarener. Wie ihn unsere Oberpriester und Vorsteher zum Todesurteil überlieferten und ihn an den Pfahl brachten. Wir aber hofften, daß dieser der sei, der dazu bestimmt ist, Israel zu befreien."
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