Wir sollten nicht alles, was uns von den Griechen übermittelt worden ist, als schöne Geschichten abtun. Unter Berücksichtigung der genannten Glaubensansichten hielt ein bekannter Lehrer im 1. Jahrhundert eine der bedeutendsten Reden der Geschichte. Der Arzt und Historiker Lukas zeichnete diese Rede auf, und wir finden sie im 17. Kapitel des Buches Apostelgeschichte.
Was gesagt wurde, vermag uns zu helfen, zu einer endgültigen Ansicht über den Urgrund des Daseins zu kommen und unsere eigene Rolle zu erkennen. Inwiefern kann sich aber eine Rede, die vor 1 900 Jahren gehalten wurde, auf das Leben aufrichtiger Menschen heute auswirken, wenn sie nach dem Sinn des Lebens suchen?
Jener berühmte Lehrer, Paulus, wurde eingeladen, zu einem hohen Gericht in Athen zu kommen. Dort stand er vor Epikureern und Stoikern, die nicht an einen persönlichen Gott glaubten. Einleitend erwähnte Paulus, er habe in ihrer Stadt einen Altar mit der Inschrift "Einem unbekannten Gott" gesehen. Ist der Schöpfer indes wirklich "unerkennbar", wie viele behaupten?
Statt zu erklären, der Schöpfer sei unerkennbar, sagte Paulus einfach, daß der Schöpfer den Athenern unbekannt war. Paulus lagen nicht so viele wissenschaftliche Beweise für die Existenz eines Schöpfers vor wie uns heute. Dennoch hegte er keinen Zweifel daran, daß es einen persönlichen intelligenten Konstrukteur gibt, zu dem wir uns wegen seiner Eigenschaften hingezogen fühlen sollten. Paulus sagte weiter:
"Das nun, dem ihr unwissentlich Gottergebenheit erweist, dies verkündige ich euch. Der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat, dieser, der der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, noch wird er von Menschenhänden bedient, als ob er etwas benötigte, da er selbst allen Personen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus e i n e m Menschen jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen" (Apostelgeschichte 17:23-26).
Ja, statt Gott für unerkennbar zu erklären, betonte Paulus, daß diejenigen, die den Altar in Athen errichtet hatten, sowie viele seiner Zuhörer Gott noch nicht kannten. Dann drängte Paulus sie — und alle, die seither seine Rede gelesen haben —, darauf bedacht zu sein, den Schöpfer zu erkennen, denn "er ist tatsächlich einem jeden von uns nicht fern" . Wie wir feststellen, kam Paulus taktvoll auf den Umstand zu sprechen, daß wir Beweise für einen Schöpfer aller Dinge zu sehen vermögen, wenn wir seine Schöpfung beobachten. Dadurch können wir auch einige seiner Eigenschaften erkennen.
Es wurden verschiedene Beweisführungen untersucht, die auf einen Schöpfer hindeuten. Eine stützte sich auf das riesige, intelligent organisierte Weltall, das eindeutig einen Anfang hatte. Eine andere befaßte sich mit der Existenz von Leben auf der Erde, einschließlich der Planung, die in den Zellen unseres Körpers zu erkennen ist. Eine dritte handelte von dem menschlichen Gehirn und dem damit verbundenen Gewahrwerden des eigenen Ich sowie von dem Interesse an der Zukunft. Werfen wir aber zunächst einen Blick auf zwei andere Beispiele der Werke des Schöpfers, mit denen wir täglich zu tun haben. Dabei muß man fragen: "Was sagen sie über die Persönlichkeit desjenigen aus, der sie sich ausdachte und sie uns zur Verfügung stellte?"
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